Ein Zusammenschluss von Bürgern, demokratischen Parteien, kirchlichen Organisationen, Verbänden und Vereinen aus dem Werdenfelser Land für kulturelle Vielfalt, Toleranz und eine freie Gesellschaft.

Dienstag, 4. Juli 2017, 19 Uhr Monacensia im Hildebrandhaus / Forum Atelier München

 

 

DUNKLE SEELE, FEIGES MAUL
Wie skandalös und komisch sich die Deutschen beim Entnazifizieren reinwaschen Lesung und Gespräch mit Niklas Frank

 

Anhand zahlloser Akten erzählt Niklas Frank empörende, aber auch absurd komische Fälle voller Lug und Trug aus der Zeit der Entnazifizierung zwischen 1945 und 1951. Dreist verkauften damals Mitglieder und Nutznießer der NSDAP die Spruchkammern für dumm und retteten sich ohne Reue ins demokratische Deutschland. Frank gewährt großartige Einblicke in den giftig-süßen Beginn der bundesdeutschen Demokratie und erschreckende in den Alltag des „Dritten Reichs“. Im Anschluss an die Lesung unterhält sich mit ihm Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia im Hildebrandhaus und Kuratorin der Ausstellung „Trügerische Idylle. Schriftsteller und Künstler am Tegernsee 1900 – 1945“. In seinen Büchern rechnet Niklas Frank auch mit der NS-Vergangenheit seiner Familie ab. Geboren 1939, wuchs er als kleiner Junge im oberbayerischen Schliersee auf. Sein Vater war Hans Frank, der zwischen 1939 und 1945 als Generalgouverneur im von Deutschland besetzten Polen an zahlreichen Kriegsverbrechen beteiligt war.

Eintritt: 5,- Euro / Karten ab 18.30 Uhr an der Abendkasse (Eingang Siebertstr. 2) Veranstalter: Monacensia im Hildebrandhaus

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung:
Trügerische Idylle. Schriftsteller und Künstler am Tegernsee 1900 – 1945
die noch bis zum 17. September 2017 im Olaf Gulbransson Museum, Tegernsee, zu sehen ist.

 

Monacensia im Hildebrandhaus
Maria-Theresia-Str. 23
81675 München

 


Mittwoch, 21. Juni 2017 19.30, Murnau

Veranstaltung in Rahmen der Aufarbeitung von Murnaus NS-Vergangenheit

Aus dem Pressetext:
"Zeitzeugengespräch Unterscheiden sich die Sichtweisen von Zeitzeugen und Historikern auf den Nationalsozialismus so stark, dass keine gemeinsame stimmige historische Erzählung mehr möglich ist? Benutzen Historiker Zeitzeugen nur als Stichwortgeber und sprechen umgekehrt Zeitzeugen den Historikern die Kompetenz ab? Anhand von exemplarischen Lebensläufen werden in einem von der Historikerin PD Dr. Edith Raim moderierten Zeitzeugengespräch Anpassung, Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus thematisiert. Ein Videoausschnitt aus einem Interview mit dem Fotograf Werner Kraus (1922-2011) beleuchtet Erfahrungen aus Murnau."

Am 21. Juni 2017, 19.30 Uhr im Kultur- und Tagungszentrum Murnau.

 


Mittwoch, 21. Juni 2017 um 19.30 Uhr, Peißenberg

 

 

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