Ein Zusammenschluss von Bürgern, demokratischen Parteien, kirchlichen Organisationen, Verbänden und Vereinen aus dem Werdenfelser Land für kulturelle Vielfalt, Toleranz und eine freie Gesellschaft.

Der Kronzeuge


Freitag 06. Oktober 2017
Einlass ab 20:00 Uhr, Beginn ab ca. 20:30 Uhr, Westtorhalle

Solostück von Stefan C. Limbrunner.

Im Gefängnis von Jerusalem, August 1961. Ein Raum, ein Tisch, ein surrendes Tonband. Ein Mann, der wegen millionenfachem Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist, schreitet auf und ab. In unfassbarer Ruhe beginnt Adolf Eichmann, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Seinen eigenen Ausführungen zufolge ist er ein schuldloses Opferlamm, doch immer wieder gibt der Autobiograph zu viel preis, demaskiert sein wahres Denken, beginnt Schritt für Schritt, sich zu verraten. Am Ende steht das eiskalte Psychogramm eines Mannes, der sich in nichts von einem Durchschnittsbürger unterscheidet und der doch zu einem Menschen wurde, der in der Lage war, den größten Völkermord der Geschichte zu planen.

Das Bühnenstück von Stefan C. Limbrunner (*1977), der auch die Hauptrolle spielt, basiert auf dem Text „Goetzen", den Eichmann 1961 vor seiner Urteilsverkündung schrieb. In dieser Theaterfassung wird Eichmann zum Kronzeugen für das, was seine heutigen politischen Nachfahren nur allzu gern leugnen möchten – die Shoah.

Besetzung:Mit: Stefan C. Limbrunner / Bühnenbild & Regie: Chiara Nassauer /Abendtechnik: Nikolaos Boitsos / Chiara Nassauer Eine Theaterproduktion von Eye Witness Theatre in Kooperation mit Red Door Projects.
www.red-door-projects.de
Eintritt: 15 € / 8 € (Ermäßigt)

 


Dienstag, 4. Juli 2017, 19 Uhr Monacensia im Hildebrandhaus / Forum Atelier München

 

 

DUNKLE SEELE, FEIGES MAUL
Wie skandalös und komisch sich die Deutschen beim Entnazifizieren reinwaschen Lesung und Gespräch mit Niklas Frank

 

Anhand zahlloser Akten erzählt Niklas Frank empörende, aber auch absurd komische Fälle voller Lug und Trug aus der Zeit der Entnazifizierung zwischen 1945 und 1951. Dreist verkauften damals Mitglieder und Nutznießer der NSDAP die Spruchkammern für dumm und retteten sich ohne Reue ins demokratische Deutschland. Frank gewährt großartige Einblicke in den giftig-süßen Beginn der bundesdeutschen Demokratie und erschreckende in den Alltag des „Dritten Reichs“. Im Anschluss an die Lesung unterhält sich mit ihm Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia im Hildebrandhaus und Kuratorin der Ausstellung „Trügerische Idylle. Schriftsteller und Künstler am Tegernsee 1900 – 1945“. In seinen Büchern rechnet Niklas Frank auch mit der NS-Vergangenheit seiner Familie ab. Geboren 1939, wuchs er als kleiner Junge im oberbayerischen Schliersee auf. Sein Vater war Hans Frank, der zwischen 1939 und 1945 als Generalgouverneur im von Deutschland besetzten Polen an zahlreichen Kriegsverbrechen beteiligt war.

Eintritt: 5,- Euro / Karten ab 18.30 Uhr an der Abendkasse (Eingang Siebertstr. 2) Veranstalter: Monacensia im Hildebrandhaus

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung:
Trügerische Idylle. Schriftsteller und Künstler am Tegernsee 1900 – 1945
die noch bis zum 17. September 2017 im Olaf Gulbransson Museum, Tegernsee, zu sehen ist.

 

Monacensia im Hildebrandhaus
Maria-Theresia-Str. 23
81675 München

 


Mittwoch, 21. Juni 2017 19.30, Murnau

Veranstaltung in Rahmen der Aufarbeitung von Murnaus NS-Vergangenheit

Aus dem Pressetext:
"Zeitzeugengespräch Unterscheiden sich die Sichtweisen von Zeitzeugen und Historikern auf den Nationalsozialismus so stark, dass keine gemeinsame stimmige historische Erzählung mehr möglich ist? Benutzen Historiker Zeitzeugen nur als Stichwortgeber und sprechen umgekehrt Zeitzeugen den Historikern die Kompetenz ab? Anhand von exemplarischen Lebensläufen werden in einem von der Historikerin PD Dr. Edith Raim moderierten Zeitzeugengespräch Anpassung, Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus thematisiert. Ein Videoausschnitt aus einem Interview mit dem Fotograf Werner Kraus (1922-2011) beleuchtet Erfahrungen aus Murnau."

Am 21. Juni 2017, 19.30 Uhr im Kultur- und Tagungszentrum Murnau.

 


Mittwoch, 21. Juni 2017 um 19.30 Uhr, Peißenberg

 

 

Plakat ansehen